Die Finanzwelt verändert sich rasant – und mit ihr die Art, wie Wissen vermittelt und Vertrauen aufgebaut wird. Einer, der diese Entwicklung aus nächster Nähe begleitet und prägt, ist Jürgen Schmitt, Corporate Content Creator der Deutschen Bank. Im Interview spricht er darüber, wie moderne Finanzkommunikation funktioniert, wie die richtige Zielgruppe erreicht wird und warum Authentizität wichtiger ist, denn je.
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Mut zur Innovation: Wie die Deutsche Bank auf Corporate Content setzt
Vor rund fünf Jahren begann Schmitt damit, Finanzthemen aus der Bank heraus direkt für Social Media aufzubereiten. Damals war diese Form des Corporate Contents kaum verbreitet. Schmitt betont, dass Mut und Vertrauen auf beiden Seiten notwendig waren: Sowohl er persönlich als auch die Deutsche Bank mussten bereit sein, Neues auszuprobieren – ohne Garantie, dass es funktioniert. Heute gilt dieses Format als Blaupause für andere Finanzunternehmen, die eigene Corporate-Content-Programme starten.
Wissen statt Werbung: Warum Corporate Content heute anders gedacht werden muss
Für Jürgen Schmitt steht fest: Der Begriff „Influencer“ greift in seinem Tätigkeitsbereich zu kurz. Sein Anspruch ist es nicht, Menschen zu beeinflussen, sondern ihnen relevantes Finanzwissen zugänglich zu machen. „Ich möchte Dinge nach außen tragen, die den Menschen einen Mehrwert bringen“, sagt er im Interview. Damit grenzt Schmitt sich bewusst von werblichen Versprechungen und intransparenten Inhalten ab. Statt Inszenierung setzt er auf Einordnung, Transparenz und Edutainment. Medienkompetenz sei dabei entscheidend – und aus seiner Sicht dringend nötig, bevor Nutzerinnen und Nutzer schlechte Erfahrungen machen.
Wohin sich Finanzkommunikation entwickelt
Für die Zukunft sieht Schmitt drei wesentliche Erfolgsfaktoren:
- Mitarbeitende zur Social-Media-Nutzung befähigen
Unternehmen müssen Mitarbeitenden erlauben, Social Media zu nutzen – und sie dabei unterstützen. - Stakeholder & Community wirklich verstehen
Moderne Kommunikation beginnt nicht mit einem Redaktionsplan, sondern mit einem belastbaren Bild davon, wer die Zielgruppen sind – und was ihnen wichtig ist. - Zuhören und Planung bewusst anpassen
Nur wer versteht, was Menschen wirklich bewegt, kann Inhalte produzieren, die Wirkung entfalten:
„Frag deine Community draußen, was sie sich von dir wünschen. Und du wirst schnell feststellen: [...] Das ist manchmal eine andere Richtung als, das, was wir geplant haben. Aber genau da liegt die Zukunft: Zuhören, um genau dann die Richtung bestimmen zu können.“
so Jürgen Schmitt.
Verstehen & Zuhören: Auch der Schlüssel in der IR-Arbeit
Was Jürgen Schmitt in der digitalen Finanzkommunikation bereits erfolgreich vorlebt, ist im genauso essenziell für eine wirkungsvolle Investor-Relations-Arbeit: Die eigenen Stakeholder wirklich kennen, ihre Bedürfnisse verstehen und darauf basierend die Kommunikation zielgerichtet ausrichten. Computershares Investor Engagement vereint diese Schritte zu einem ganzheitlichen Service: Investor Engagement verbindet durch verifizierte Daten die Transparenz über Ihre Eigentümerstrukturen (Investor Intelligence) mit einem zentralen IR-CRM für die tägliche IR-Arbeit (ingage) und Beratung bei unternehmenskritischen Ereignissen (Georgeson Advisory). Mit einem strukturierten Investor-Engagement-Ansatz lassen sich Erkenntnisse aus Gesprächen und Feedback besser bündeln – und in eine klare, ganzjährige Kommunikationslinie übersetzen.
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Fazit
Die Zukunft der Finanzkommunikation ist geprägt von Authentizität, Dialog und Verantwortungsbewusstsein. Sie verzichtet auf Inszenierungen und setzt stattdessen auf Wissen, Transparenz und nahbare Kommunikation. Jürgen Schmitt zeigt, wie Unternehmen Wissen verständlich vermitteln können, ohne in Werbemechanismen zu verfallen. Entscheidend bleibt: zuhören, Transparenz schaffen und den Mut haben, neue Wege auszuprobieren. So entsteht Kommunikation, die Menschen erreicht – und Vertrauen stärkt.